Jetzt findest du den Tagesablauf, eine Übersicht zu den Workshops und Informationen zur Anfahrt auf Ein Tag Emergent 15. Außerdem gibt es Neuigkeiten für alle interessierten und weitanreisenden Personen, die auch den Freitagabend zur Vernetzung nutzen wollen. Und Anmelden nicht vergessen!
Ein Tag Emergent 2015: Was haben Marina Abramovic und der Prophet Ezechiel gemeinsam?
Was haben Marina Abramovic und der Prophet Ezechiel gemeinsam?
Ziemlich viel, wie wir finden. Beide sind absolut geniale Perfomance-Künstler ihrer Zeit. Ob in uns auch das Potential einer Peformance-Künstlerin steckt, wollen wir in unserem Workshop bei Ein Tag Emergent herausfinden.
Ein Tag Emergent 15: Einzeller-Electro-Experiment
Wie macht man unsichtbare Vorgänge sicht- und erfahrbar? Diese Frage steht im Zentrum des Einzeller-Electro-Experiments auf „Ein Tag Emergent 2015“ in Heidelberg am 28.11.2015. Einen ersten Einblick gibt der folgende Dialog, der in der Vorbereitung für das Unterfangen entstanden ist:
Julian Do, 24 Sep at 7:05 pm
Hi Daniel,
sag mal, du legst doch Electromucke auf. Kannst du Musik zu Einzellern auflegen?
Daniel Do, 24 Sep at 7:26pm
Musik zu was?
Julian Do, 24 Sep at 7:31 pm
Zu Ciliaten, zum Beispiel Pantoffeltierchen, und Amöben. Ein paar Vielzeller könnten auch dabei sein – Rotatorien und Bärtierchen (!).
Daniel Do, 24 Sep at 7:33pm
Wie soll man dazu Musik auflegen? Man kann sie doch gar nicht sehen.
Julian Do, 24 Sep at 7:46pm
Ich will die Einzeller mikroskopieren und auf die Wände beamen – live natürlich. Dazu fehlt noch die Musik…
Daniel Do, 24 Sep at 8:17pm
Aber welchen Musikgeschmack haben Pantoffeltierchen?
Julian Do, 24 Sep at 9:46pm
Sie hören Dubstep
smile emoticon
. Jedenfalls bewegen sie sich ziemlich schnell.
Julian Do, 24 Sep at 9:49pm
Ich verlinke gerade mal ein Youtubevideo: https://www.youtube.com/watch?v=P6oHxbXKILw
Daniel Mo, 24 Okt at 9:55pm
Dubstep? Da bin ich mir nicht so sicher, ob sie das wirklich mögen. Vielleicht eher Clicks & Cuts? – Aber das könnte ja schon ein Teil unseres Experiments sein…
Ein Tag Emergent 15 im Action House in Heidelberg
Das Action House in Heidelberg. DER Ort, an dem am 28. November „Ein Tag Emergent 2015“ stattfinden wird. Und für alle sehenden Ästheten gibt es hier schon mal einen Einblick:
10 Fragen an Jens Stangenberg
Heute starten wir mit einer neuen Kolumne (10 Fragen an…). Wir stellen 10 Fragen an eine Person, die Interessantes zu sagen hat.
Heute mit Jens Stangenberg. Er ist „trotz grauer Haare erst 50 Jahre alt, seit fast 25 Jahren Pastor, seit 2005 in der Evangelisch-Freikirchlichen Zellgemeinde Bremen. Aktuell an der Frage interessiert, wie sich in den nächsten Jahren unser Wirtschaftssystem verändern wird und welche Rolle dabei Collaborative Commons spielen werden.“
1. Bitte nenne zwei Bücher, die dich besonders inspiriert haben und die noch viel zu unbekannt sind:
- Frederic Laloux: Reinventing Organizations: A Guide to Creating Organizations Inspired by the Next Stage of Human Consciousness
- Dave Logan, John King, Halee Fischer-Wright: Tribal Leadership: Leveraging Natural Groups to Build a Thriving Organization
2. Was assoziierst Du mit den Begriffen Emergent/ Emerging Church?
Eine innere Suche und Lernbereitschaft, um das Gute der Guten Nachricht in sich wandelnden gesellschaftlichen Kontexten zum Ausdruck zu bringen.
3. Was sind aus Deiner Sicht die größten Herausforderungen für Christsein in der heutigen Zeit?
Konsequent die Denkvoraussetzungen für unsere gemeindlichen Weltbilder zu hinterfragen und bei Bedarf unerschrocken Korrekturen vorzunehmen.
4. Die gute Nachricht ist…
Wir können mit unserem kleinen Leben ein aktiver Teil in der unaufhaltsamen Befreiungsgeschichte Gottes sein.
5. Ein Beispiel dafür, wie ich Spiritualität im Alltag gestalte ist…
Möglichst täglich Zeiten gefüllt mit zweckfreiem Schweigen.
6. Eine der größten Gefahren von Menschen ist es, ihre Biografie zu totalisieren. Was hat Dich/Sie so geprägt, dass Du aufpassen musst, es nicht über zu betonen?
Ich verstehe die Frage nicht. Wenn aus den Erinnerungsstücken meiner Vergangenheit eine persönliche Geschichte wird, in der ich mich Zuhause fühle, dann nenne ich das Biographie. Darin auch noch die Handschrift Gottes erkennen zu können, gehört zu dem wertvollsten, das ich habe.
7. Ein besonders skurriles Erlebnis hatte ich, als…
Fällt mir gerade nichts Erzählbares ein. Heißt das, dass mein Leben zu langweilig ist? Vielleicht auch einfach nur, dass ich vergesslicher werde.
8. In zwanzig Jahren wird…
…es hoffentlich gemeinsam erlebbar sein, dass bereits ein Großteil aller Energie aus erneuerbaren Quellen gewonnen wird.
9. Diese Website ist mein Geheimtipp im Netz:
- Nipun Mehta: http://www.servicespace.org/
- Video „Designing for Generosity“: https://www.youtube.com/watch?v=kpyc84kamhw
10. Dieser längst vergessene Blogeintrag lohnt sich noch immer zu lesen:
https://emergent-deutschland.de/blog/2012/12/01/horen-81-macht-und-machte-peter-aschoff/
Vielen Dank Jens!
Anmeldung „Ein Tag Emergent 2015“ ist online
Die Anmeldung zu „Ein Tag Emergent“ am 28.11.2015 in Heidelberg ist online. Melde dich jetzt an und sichere dir einen der wenigen Teilnehmerplätze! Mehr Informationen findest du unter: Ein Tag Emergent 2015
Emergent Deutschland @ Freakstock
In diesem Jahr sind einige von Emergent Deutschland mit einem Workshop bzw. beim Hauptseminar am Donnerstag auf dem Freakstock Festival vertreten. Wir würden uns freuen den einen oder anderen Leser oder Bekannten dort zu treffen! Hier bekommst du unsere Programmübersicht:
Donnestag 10:30 – 12:00 Uhr
- “Kirche² – Zwischen Vintage und Neuland” mit Sandra Bils & Maria Herrmann. Ort: Onkel Bang
- “Abschied vom bürgerlichen Christentum” mit Walter Faerber. Ort: Open Stage / Tanzlokal Friedrich
- „Dramaqueen Bibel: Gottes Wort hören lernen“ mit Lorenz Timnik. Ort: el barrio libre
Donnerstag 12:30 – 14:00 Uhr
- “One World – Gerechtigkeit leben ist Mission (Teil 1)” mit Daniel Hufeisen. Ort: W5 (draußen)
Donnerstag 15:30 Uhr, Hauptseminar
Forum für Menschen außerhalb organisierter Gemeindeformen
Das Forum schafft Raum für die Auseinandersetzung mit der Tatsache, dass eine wachsende Zahl von Menschen ihren Glauben außerhalb organisierter Gemeindeformen und Kirchenstrukturen lebt. Was sind die Gründe für diese Entwicklung? Welche Vorteile hat dieser Weg und welche Herausforderungen bringt er mit sich? Der offene Dialog greift diese Fragen auf und möchte das Gespräch zu diesem Thema eröffnen. Dabei soll sowohl die fachliche als auch die persönliche Sicht eine Stimme bekommen.
Moderation:
- Dagmar Begemann, Sozialpädagogin, Lemgo
Gesprächspartner:
- Arne Bachmann, Theologe, Heidelberg
- Ulrike Flämig, Kulturwissenschaftlierin, Berlin
- Tobias Künkler, Pädagoge und Soziologe, Marburg
- Annette Wiesenhütter, Fachangestellte für Medien und Informationsdienste, Ansbach
Ort: Tanzlokal Friedrich
Freitag 10:30 – 12:00 Uhr
- “Das Evangelium und die Mächte” mit Walter Faerber. Ort: Open Stage / Tanzlokal Friedrich
- “Kirche² – Zwischen Vintage und Neuland” mit Sandra Bils & Maria Herrmann im Onkel Bang
- „Dramaqueen Bibel: Gottes Wort hören lernen“ mit Lorenz Timnik. Ort: el barrio libre
Samstag 10:30 – 12:00 Uhr
- “Wie geht Gemeinde nach dem Markusevangelium?” mit Walter Faerber. Ort: Open Stage / Tanzlokal Friedrich
- „Mystische Spiritualität: eine kleine Schatzsuche“ mit Lorenz Timnik. Ort: W7 (draußen)
Samstag 12:30 – 14:00 Uhr
- “One World – Globale Gerechtigkeit lokal leben (Teil 2)” mit Daniel Hufeisen. Ort: W5 (draußen)
- “Warum verlieren Menschen den Glauben?” mit Tobias Künkler und Arne Bachmann Ort: W4 (draußen)
Der orthodoxe Häretiker und andere unglaubliche Geschichten
Der orthodoxe Häretiker und andere unglaubliche Geschichten ist ein Buch von Peter Rollins mit 33 Parabeln voller spannungsgeladener Gegensätze. Die Fünf bis 10 Minuten Lesezeit für eine Parabel samt Kommentar passen wunderbar in die kurze Aufmerksamkeitsspanne unserer digitalen Welt und können zum Beispiel gut nach dem gemeinsamen Essen gelesen werden. Die Geschichten setzen dabei einen Gedanken, den man nicht einfach beiseite schieben kann. Einige wirken auf den ersten Blick ganz harmlos und versetzen erst nach einigem Nachdenken ins Grübeln. Ein Grübeln, das in positiver Art und Weise das eigene Verhalten hinterfragt und neue Perspektiven öffnet. Andere Parabeln provozieren, so dass manch Leser irritiert die Lesegeschwindigkeit verringert und überlegt, ob er weiter lesen darf – oder möchte. Gerade dadurch entstehen Gedankenexperimente, die eine andere Sicht ermöglichen und alt eingebrannte Gottesbilder hinterfragen. Nicht selten entsteht daraus ein spannender Austausch über unsere Verhaltensweise als Christen im Kontext des Alltags.
Der letzte Absatz fasst die Spannung des Buchs, die schon im Buchtitel vorweggenommen wird, ganz gut zusammen:
„… die Frage hierbei ist nicht, wie wir zwischen Orthodoxie (Rechtgläubigkeit) und Häresie (Abweichung von der kirchlichen Lehrmeinung) unterscheiden, sondern vielmehr, wie wir zwischen guter und schlechter Häresie unterscheiden. Anders ausgedrückt müssen wir den Unterschied untersuchen zwischen der Häresie der Orthodoxie, bei der wir starrsinnig die Wahrheit für uns beanspruchen, und orthodoxer Häresie, bei der wir demütig zugeben, dass wir im Dunkeln herumtappen, uns aber dennoch bemühen, Jesus – so gut es geht – nachzufolgen.“
Ein Buch, das ich in meinem Regal nicht missen möchte und immer wieder für eine Inspiration herausziehe. Mehr dazu und weitere Bücher unter der Rubrik „lesen„.
“Wer Augen hat zu sehen…”
Ästhetik. Glaube. Ein Tag Emergent.
Schönes & Abgründiges, Anziehendes & Störendes, Rätselhaftes, logische Brüche und Widersprüche faszinieren uns – manchmal wider Willen – und fesseln die Aufmerksamkeit, bisweilen wecken sie sogar ästhetisches Empfinden. Ein Leben ohne solche Erfahrungen wäre wie Brot ohne Salz, wie Essen ohne Geschmack. Und letztlich erzählt die Widersprüchlichkeit viel mehr von Gott und unserem Glauben als weichgezeichnete Bilder und harmonisierende Geschichten. Warum sollten wir diese Facetten in unserem Zeugnis also weglassen? In einer eintägigen Werkstatt am 28.11.2015 möchten wir in Heidelberg ausprobieren, ob die ausgeblendeten Aspekte des Lebens die Kraft haben, etwas auszudrücken, woran Worte und Bilder oft versagen.
Neben einer künstlerischen Installation wird es viel Raum zur Begegnung und Workshops geben.
Eine Werkschau bietet eine Plattform eigene Versuche, auch gerne unfertig, laienhaft und improvisiert, im Raum zu inszenieren oder auf unsere provisorisch errichtete Bühne zu bringen.
Samstag, 28.11.2015
Beginn: 9.30 Uhr, Ende: ca. 18.00 Uhr
im Actionhouse Heidelberg
Update: Die Anmeldung ist online!
hören #87: Fundamentalismus aus systematischer Sicht (Alex Kupsch)
Hier kommt der vierte und letzte Beitrag von der Tagung der Theologie-Initiative am 8./9. Mai in Fulda. Alex Kupsch beschäftigt sich mit Fundamentalismus aus systematisch-theologischer Sicht und fragt nach Möglichkeiten, religiösen Fundamentalismus nicht von einer aufklärerischen Position her zu kritisieren, sondern aus dem inneren Potential der Religion selbst heraus.
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