Der emergente Wetterbericht

Es geht ganz schön turbulent zu vom 14. bis zum 16. September 2018 – das ist schon mal sicher.

Vorhersage für Freitag, den 14.09.: Nach teils noch freundlichem Beginn im Westen Leipzigs ziehen ab 18 Uhr – pünktlich zur Abendessenszeit – vermehrt kompaktere Wolken in der Weißenfelserstr. 16 auf.

Gegen 20 Uhr treffen zwei Sturmböen, Johanna Leicht und Freddi Gralle, aufeinander und es ist mit lebhaftem Wind und teils kräftigem Schauer zu rechnen.

Bis in die Nacht verbreitet sich der Regen auf alle Teilnehmenden beim emergenten Kuriositätenkabinett und bringt ordentlich Konfliktpotenzial mit sich.

Vorhersage für Samstag, den 15.09.: Am frühen Morgen klart es zunächst auf, die Sonne kommt deutlich durch, doch schon gegen 9.30 Uhr ziehen rasch dunkle Wolken von Westen her auf.

Es ist mit Blitz, Donner und Hagel mit Hilfe von Gregor Meyer, Jens Stangenberg und Dagmar Begemann zu rechnen, die ein kräftiges Gewitter versprechen. Sogar mit einem spontanen Orkan ist zu rechnen.

Doch keine Sorge, zwischen 11 und 12 wird sich der Sturm mit Sarah Dochhan und Andrea Bekaan einigermaßen wieder legen und es klart deutlich auf.

Ab 15 Uhr werden jedoch wieder so manche Schauer und Gewitter in den verschiedenen Workshops erwartet.

Und dann wird es ab 20 Uhr nochmal richtig stürmisch – denn das Höhentief Mark Porter bringt heftige musikalische Gewitter in die Heilandskirche und reißt alle mit.

Wer im Anschluss noch stehen kann, kann sich gerne noch dem Brausen und Tosen von „The Heretic“ mit Rob Bell hingeben.

Vorhersage für Sonntag, den 16.09.: In der Nacht zum Sonntag wird dann schließlich ein allgemein nachlassender Wind erwartet. Mit der Impro-Theatergruppe „Die Sonntagsschüler“ klart es immer weiter auf. Spätestens gegen 11 Uhr sollte die Sonne mit Walter Faerber dann endgültig durchgebrochen sein.

Und zum krönenden Abschluss wird es mit Corinna Seeberger nochmal richtig sonnig und intensiv warm.

Also: Seid auf alles vorbereitet, packt die Gummistiefel ein, aber vergesst auch die Sonnencreme nicht und bucht noch heute eure Fahrkarte ins stürmische Abenteuer!

– Die Emergenteorologen.

 

Alles Weitere findet Ihr auf der Seite zum Emergent-Forum 2018.

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#beef18

Emergent-Forum “BEEF” zieht um

Emergent ist in Bewegung. Das merken wir aktuell bei der Planung des Emergent-Forums 2018 in Leipzig (14.-16. September). Zum einen laufen die Planungen auf Hochtouren und wir freuen uns schon unglaublich auf das Forum mit euch. Zum anderen gibt es eine wichtige Änderung, die alle betrifft, die zum Forum kommen. Wir haben eine neue Location! Wegen Bauarbeiten muss das Emergent-Forum umziehen und findet nun in der Heilandskirche statt, ganz in der Nähe der ursprünglichen Location. Wir freuen uns schon auf das Wochenende dort, denn die Heilandskirche ist keineswegs eine Notlösung, sondern eine mega Location für das Emergent-Forum. Also macht euch auf was gefasst!

Mehr Infos zu unserem Umzug, zum Programm und auch die Anmeldung findet ihr auf der Seite des Emergent-Forums 2018.

#beef18

#beef18 ist am Start!

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und seit einer Woche ist die Homepage für das Emergent-Forum 2018 online. Die Meisten dürften mittlerweile mitbekommen haben, dass es dieses Jahr (14.-16. September) um “Beef” geht, also ums Streiten. Wir werden uns das ganz Wochenende Zeit nehmen um das Thema von verschiedenen Seiten zu beleuchten: Muss Streit wirklich sein? Wenn ja, wann und wofür lohnt es sich in einen Streit einzusteigen? Wie können und wollen wir streiten, und (wie) endet ein Streit?

Infos und auch die Anmeldung findet Ihr unter: ef18.emergent-deutschland.de

Wir werden die Homepage zum Forum im Laufe der kommenden Wochen weiter mit Infos füllen. Schaut also immer wieder mal vorbei.

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BEEF – emergent streiten!

Zückt die Kalender und tragt es euch ein:

Emergent Forum 18
14. – 16. September 2018 | Leipzig, Philippus-Kirche

Zu vielen – wenn nicht allen – Themen, die den emerenten Gesprächsprozess prägen, wird gestritten. Beim Emergent Forum im September wollen wir uns daher mal mit dem Streiten an sich beschäftigen, denn gerade wenn es um Weltanschauungen, Ideologien, Religionen und den eigenen Glauben geht, ist mit Toleranz schnell Schluss. Dann gibt es BEEF! Vor allem haben sich Soziale Medien in den letzten Jahren zu Plattformen entwickelt, auf denen ungefiltert gestritten wird, von endlosen Kommentar-Diskussionen, über Beef, Hater und Shitstorms bis hin zu Social Bots, die zum Teil dazu programmiert werden, um online Stress zu machen.

All das wollen wir nicht, dennoch lässt sich ein handfester Streit nicht immer vermeiden. Wir werden uns ein ganzes Wochenende Zeit nehmen um das Thema von verschiedenen Seiten zu beleuchten: Muss Streit wirklich sein? Wenn ja, wann und wofür lohnt es sich in einen Streit einzusteigen? Wie können und wollen wir streiten, und wie einen Steit beenden?

Das Ganze findet in einer abgefahrenen Location in Leipzigs statt, die das prozesshafte der emergenten Gesprächskultur und die Arbeit, die ein Streit mit sich bringt, perfekt vereint. Aber macht euch selbst ein Bild!

Wir sind fleißig am Planen und ihr bekommt bald genauere Infos zur Anmeldung und zum Programm. Also tragt euch den Termin schon mal ein und kramt die Boxhandschuhe raus, denn: Emergent macht BEEF!

 

Con:Fusion 2017 zu “Christentum und Rechtspopulismus” (Rückblick)

Gemeinsam denken, gemeinsam beten und gemeinsam essen – das ist es, was das Format „Con:Fusion“ ausmacht. Die Con:Fusion 2017 fand vom 9. bis 12. März in Heidelberg statt und vier vollgepackte Tage liegen nun hinter uns.

Das Thema der Veranstaltung war „Rechtspopulismus“ und dieser Blogpost hält einen kurzen Rückblick bereit, der in den nächsten Tagen und Wochen um die vorhandenen Aufnahmen einzelner Vorträge ergänzt werden wird, sodass ihr sie erstmals oder erneut anhören und mit uns ins Thema einsteigen könnt.

Donnerstag

Los ging es am Donnerstag nach gemeinsamem Suppe-Essen mit dem Eröffnungsvortrag von Walter Faerber, der einen dichten (und aufgrund der Folien auch sehr unterhaltsamen) Überblick über soziale und politische Verschiebungen im Rahmen der Globalisierung gab.

Den Vortrag als Podcast mit Links zum Weiterlesen findet ihr bald als #89 unter Podcasts.

Nach einer Kennenlern- und Austauschphase, die als World Café gestaltet war, beendeten wir den Donnerstagabend mit der Abendliturgie. Wie bereits bei der Con:Fusion 2014 wählten wir als liturgischen Rahmen morgens und abends gemeinsame Tagzeitengebete der Iona Community und mittags ein kurzes Mittagsgebet aus einem Irischen Gebetbuch.

Freitag

„Was will die Neue Rechte?“ – mit dieser Frage starteten wir am Freitagmorgen voll durch. Rasmus Nagel gab uns dazu einiges an Input und präsentierte einen informativen und differenzierten Überblick über die verschiedenen rechten Strömungen, ihre Hintergründe und Ziele sowie ihre (potentiellen) Anhänger.

Den Vortrag von Rasmus Nagel findet ihr bald zweigeteilt als #90 und #91 unter Podcasts.

Nach so viel inhaltlicher Auseinandersetzung versammelten wir uns zum Mittagsgebet und genossen danach ein leckeres Mittagessen und die Mittagspause im sonnigen Heidelberg.

Anschließend ging es weiter in drei Gruppen, in denen wir nach theologischen, politischen und praktischen Antworten auf Frage suchten, wie wir als Christen dem Rechtspopulismus begegnen können.

Gruppe 1:
Arne Bachmann und Walter Faerber zu „Identität“, Arnes Vorträge wird es als Podcast #92 und #93 geben.

Gruppe 2:
Hendrik Stoppel zu „Macht“

Gruppe 3:
Daniel Hufeisen zu „Begegnung und Gespräch“

Im Anschluss an die Gruppenphase stellten wir uns gegenseitig unsere Themen und Zwischenergebnisse vor, sodass jeder auch an den Gedankengängen der anderen Gruppen teilhaben konnte.

Nach dem Abendessen ging es künstlerisch mit einem Leseabend weiter, auf dem nicht nur eigene Texte vorgelesen wurden, sondern auch ein selbstgeschriebenes Lied vorgetragen wurde sowie zwei Videos den anderen vorgestellt wurden.

Samstag

Am Samstagvormittag setzten wir die Gruppenarbeit fort.

Nachmittags stellte der Koordinationskreis die Arbeit von Emergent Deutschland e.V. vor und lud die Teilnehmenden dazu ein, sich am ersten Adventswochenende nach Kassel aufzumachen, um sich dort gemeinsam Zeit für die Planung und Organisation weiterer Formate und Initiativen im Rahmen von Emergent Deutschland e.V. zu nehmen.

Vor dem Abendessen präsentierten die drei Gruppen jeweils ihre Ergebnisse.

Daniel Hufeisens Gruppe zeigte dabei unter anderem ein Video, in dem das Nachbarschaftsprojekt „Brot & Butter“ des Berliner Vereins FreiRaum vorgestellt wird.

Nach so viel Denkarbeit hatten wir uns das Abendessen wohl verdient:

Die etwas vorgezogene Abendliturgie sorgte dafür, dass wir schon früher in unsere Abschlussparty mit Cocktails, Tanz und Musik starten konnten.

Sonntag

Den Abschluss der Con:Fusion bot am Sonntag der Brunch-Gottesdienst, zu dem auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Ökumenischen Wohnheims, in dem wir zu Gast waren, eingeladen waren. Besonders schön war dabei das gemeinsame Abendmahl mit anschließender Segnung, bei der der Segen quasi von einer Person auf die nächste weitergegeben wurde, indem der Gesegnete direkt danach die Rolle des Segnenden und Fürbittenden übernahm.

Als Koordinationskreis von Emergent Deutschland e.V. wünschen wir uns, dass die Impulse und wertvollen Gedanken, die im Rahmen von Con:Fusion entstanden und ans Tageslicht gekommen sind, ebenso von einem zum anderen weitergegeben werden wie das Gebet und der Segen in unserem Abschlussgottesdienst. Mögen sie Menschen stärken und den Boden bereiten für ein respektvolles und friedliches Miteinander!

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Weitere Beiträge zur Con:Fusion 2017

hören #88: Ich möchte nicht das Aber sein, sondern das Und. – Die grenzenlose Liebe & unsere Lieblingsgrenzen (Christina Brudereck)

Nach langem Warten hier endlich der Vortrag von Christina Brudereck beim Emergent Forum 2016 in Niederhöchstadt.

Was heißt es, offene Kirche zu sein?

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Ängste überwinden

Siegfried Kaufer aus der Ev. Andreasgemeinde Niederhöchstadt findet: soziale Angst verhindert, dass Kirche offen für alle ist. Die Botschaft Jesus Christi – jeder ist geliebt und angenommen! – schenkt ihm die nötige Einsicht, die ihn seine persönliche Angst überwinden lässt. „Früher hatte ich Vorbehalte Bettlern gegenüber. Ich fragte mich: Warum machen sie nichts aus ihrem Leben? Heute sehe ich das anders und weiß: Sie haben Schlimmes erlebt und machen das nicht aus Jux und Tollerei.“


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Nur Mut!

Offene Kirche braucht vor allem Mut. So sieht es Olivier Perrot, Pastor einer unabhängigen Freikirche. Mut, um auf den anderen zuzugehen und sich gleichzeitig treu zu bleiben. „Es geht nicht nur darum, die andere Person anzunehmen, sondern auch mutig genug zu sein, das zu sein, was man selbst ist.“ Wenn Olivier mutig ist, folgt er seiner inneren Stimme, die ihm sagt: Geh auf die andere Person zu! Lerne sie kennen, verbringe Zeit mit ihr! Schwierig findet er es, wenn er sich seiner eigenen Begrenzung bewusst wird. Wenn Leute lange reden. Er hat wenig Zeit.


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Sei barmherzig zu Dir!

Um barmherzig mit anderen sein zu können, muss man sich zuerst in Barmherzigkeit sich selbst gegenüber üben. Dieser Auffassung ist Sandra Matz, Pfarrerin in Alsbach (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau). Denn Begegnungen mit Menschen, die einem irgendwie unbequem werden, hätten meistens mit einem selbst zu tun: „Wenn ein Finger auf den anderen zeigt, zeigen drei auf dich selbst“, sagt sie. Es erfordere den Blick in sich selbst hinein. Und da liege die Herausforderung: sich in Barmherzigkeit annehmen – mit den eigenen Schwächen, den eigenen Brüchen und unerfüllten Sehnsüchten.


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Risikobereitschaft

Saphira, Eun-San und Adaumir sind Teil(e) von „Mosaik“, einer bunten Gemeinde aus Düsseldorf. Gemeinsam haben sie es gewagt, „Kirche für alle“ zu sein. Alle. Also auch homosexuelle und anders sexuell-orientierte Christen. Ohne Wenn und Aber. Indem sie die Kirchen- und Herzenstüren öffneten, mussten sie gleichzeitig die Erfahrung machen: Sie können nicht Kirche für alle sein. Ein Großteil der Gemeindemitglieder und Freunde konnte den Schritt nicht mitgehen und stieg aus. Ein Bruch. „Es tat weh, und das tut es noch“, berichten sie. Ob sie es bereuen? Ob eine Kirche für alle nicht Utopie sei? „Ja, es ist eine Utopie“, sagt Adaumir, „es wird eine perfekte Gemeinde nie geben. Aber das Ziel ist das richtige.“ Ein Traum, für den es sich zu kämpfen lohne – so wie einst Martin Luther King – lautet die Antwort des Gemeindegründers.

Die Fragen stellte Marietta Steinhöfel.

#emfo16 – Bilder vom Freitag

Auf der Forums-Seite gibt es nun ersten Bilder vom Freitag:

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Bolz-Webers Kirche für alle: Tradition und Innovation

„Man muss tief verwurzelt sein in der Tradition, wenn man innovativ sein will.“
(Nadia Bolz-Weber)

Wikipedia liefert für das Stichwort „Tradition“ folgende Definition: „Tradition (von lat. tradere‚ hinüber-geben‘ oder traditio ‚ Übergabe, Auslieferung, Überlieferung‘) bezeichnet die Weitergabe von Handlungsmustern, Überzeugungen und Glaubensvorstellungen […] oder das Weitergegebene selbst […]. Tradition geschieht innerhalb einer Gruppe oder zwischen Generationen und kann mündlich oder schriftlich […] erfolgen.“

Innovation (von lat. innovare ‚erneuern‘) hingegen meint aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive einen absichtlichen und gezielten Veränderungsprozess, der auf etwas Neues, bisher nicht Dagewesenes abzielt (Stichwort: Erfindung). Die künstlerische bzw. kreative Innovation sucht nach neuen Ausdrucksformen und Gestaltungsmöglichkeiten von Emotionen, Erlebnissen und Gedanken.

Dazu einige zusammenhangslose Fragen: Was meint „verwurzelt sein“ in der Tradition? Das tatsächliche Praktizieren oder die Kenntnis der Tradition? Welche Tradition ist überhaupt gemeint, denn es gibt ja ganz unterschiedliche Strömungen? Benötigt das „Neue“ und „bisher Unbekannte“ die Tradition, oder können neue Ausdrucksformen auch losgelöst von der Tradition entwickelt werden? Ist Tradition nicht auch oft ein Hindernis, weil sie den kreativen Prozess einschränkt bzw. in eine bestimmte Richtung lenkt (ablehnend oder befürwortend)? Anders gesagt: entsteht Innovation, weil die Tradition als unzureichend empfunden wird oder in der direkten Auseinandersetzung mit den Anforderungen der Lebenswelt, also unabhängig von der Tradition? Oder ist es, wie so oft, etwas von beidem?

Fragen über Fragen…

 

Und wo wir doch schon dabei sind:

Tickets für das Emergent Forum 2016 u.a. mit Nadia Bolz-Weber gibt’s hier noch bis zum 15.5. zum Frühbucherrabatt.

Video zu Ein Tag Emergent

Im November letzten Jahres trafen wir uns in Heidelberg zum interaktiven Workshoptag “Einfach Emergent”. Dieser hatte das Thema Glaube & Wahrnehmung.

Irmela Büttner hat auf dem Tag ein Video erstellt: