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hören #55: Den Wandel navigieren: Veränderungsprozesse in Gemeinden verstehen und begleiten (Missional Change Model) (Alan Roxburgh)

Hier der erste Teil des Samstag Vormittags: „Den Wandel navigieren: Veränderungsprozesse in Gemeinden verstehen und begleiten (Missional Change Model)“

hören #54: Abrupter Wandel: Kirche und Gemeinde in den gesellschaftlichen Umbrüchen des 21. Jahrhunderts (Alan Roxburgh)

Heute starten wir mit den Podcasts vom Wochenende mit Alan Roxburgh zum Thema »Es geht ja doch! – Missionaler Aufbruch in „ganz normalen“ Gemeinden«. Da es ein ganzes Wochenende war ist das ganze Menge Material, das in den nächsten Tagen hier veröffentlicht werden wird. Insgesamt werden das sieben Podcasts werden.
Los geht es mit dem Vortrag am Freitag Abend: „Abrupter Wandel: Kirche und Gemeinde in den gesellschaftlichen Umbrüchen des 21. Jahrhunderts“.
Noch eine Bemerkung: Das Wochenende mit Alan war leider nicht kostendeckend. Trotzdem wollen wir die Podcasts nicht verkaufen, sondern frei zur Verfügung stellen. Wenn du durch die Podcasts profitierst freuen wir uns aber über eine Spende. Gib so viel, wie es dir wert ist. Du kannst das ganz einfach über unsere neue Spenden-Seite tun. Danke!

Es geht ja doch!

Vom 12. bis 14. März 2010 veranstalten wir in Erlangen ein Wochenende mit Alan Roxburgh unter dem Titel »Es geht ja doch! – Missionaler Aufbruch in „ganz normalen“ Gemeinden« (Hinter diesem Link verbergen sich weitere Infos und die Anmeldemöglichkeit).

Unsere Gesellschaft hat sich stark verändert. Viele Kirchen stehen – bildlich gesprochen – plötzlich nicht mehr „mitten im Dorf“, sondern am Rand. Elitär klingende Schlagworte wie „missionale Gemeinde“ könnten da für zusätzliche Verunsicherung sorgen. Doch dahinter steht die Einsicht, dass unsere Sendung im biblischen Sinn mehr umfasst als „nur“ die Verkündigung mit Worten. Es geht darum, das Evangelium ganz konkret „Fleisch“ werden zu lassen.

Nun geschieht das nicht im luftleeren Raum oder frommen Ghetto, sondern mitten in der Kultur, im sozialen und öffentlichen Leben unserer Städte und Gemeinden. Wie können wir neue kulturelle Zugänge finden und dabei das Evangelium vom Mensch gewordenen und auferstandenen Sohn Gottes ganzheitlich mit-teilen?

Die gute Nachricht, um die sich diese Tagung dreht, ist: Auch bestehenden und traditionellen Gemeinden kann der Wandel im Inneren, also der Denkweisen, Gewohnheiten, Formen und Strukturen gelingen! Die biblische Verheißung des Heiligen Geistes gilt gerade denen, die von den Medien oder den Protagonisten der letzten Trends schon als hoffnungslose Fälle abgeschrieben wurden. Und all jenen, die oft ratlos vor den großen Fragen unserer unsteten Zeit stehen.

Eine Schlüsselrolle kommt dabei Pfarrern, Pastoren und den jeweiligen Leitungsgremien einer Gemeinde zu. Sie können den missionalen Wandel kultivieren. Leider sind die wenigsten dafür ausgebildet und darauf vorbereitet. Alan Roxburgh möchte uns Mut machen und helfen, die aktuellen Veränderungsprozesse zu verstehen, und konstruktiv darauf einzugehen. Eine Tagung für „alte Hasen“ ebenso wie für „junge Wilde“.

Peter hat zu diesem Thema einen interessanten Eintrag in sein Blog geschrieben: „Missional“ und doch „normal“?

Weitere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung findet ihr hier.

EmergentCamp Nord: 24.04.2010

Die Initiative Nord lädt am 24. April 2010 von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr nach Wietzendorf zu ihrem EmergentCamp. Hier folgt die Einladung die Walter für uns geschrieben hat:

Alles hat keine Zeit

Umgang mit Zeit in einer beschleunigten Welt

Zeit ist inzwischen mindestens in den Ländern des Westens das knappste Gut von allen. Aber was ist Zeit – und warum ist sie so kostbar geworden? Wir wollen miteinander auf vielen Ebenen über das Phänomen der beschleunigten Zeit sprechen und einen guten Umgang damit – gerade auch in christlichen Gemeinschaften – beraten. Die Gedanken des Predigers Salomo und das Sabbatgebot werden dabei sicherlich hilfreich sein.

Wir laden euch ein, an diesem Tag dabei zu sein und vielleicht auch einen eigenen Beitrag zum Thema mitzubringen.

In bewährter Weise wird das Camp von dem leben, was die Teilnehmer mit- und einbringen an Gedanken und Impulsen. Deshalb ist jede/r eingeladen, einen Beitrag mitzubringen (Richtwert für die Länge: 10 Minuten). Bitte vorher anmelden, damit wir das Ganze in eine sinnvolle Reihenfolge bringen und den Zeitbedarf abschätzen können.

Wir können diesmal freundlicherweise in der Kirchengemeinde Wietzendorf zu Gast sein.

Das Datum:
24. April 2010
10:00 – 17:00 Uhr

Der Ort:
Haus der Kirche
Hauptstraße 22
29649 Wietzendorf
(gegenüber Bäckerei Kohlmeyer, Parkplätze am Haus; auch hier auf Google Maps zu finden).

Zum Mittagessen werden wir uns in einer Pizzeria o.ä. in der Nähe verpflegen.

Wir bitten um eine Anmeldung an wafaerber (at ) googlemail.com, damit wir das Camp besser vorbereiten können.

Wir hoffen, viele von euch am 24. April (wieder) zu sehen; interessierte Gäste können natürlich mitgebracht werden.

Einladung: Freak-Akademie

Einige aus der Initiative Theorie-Juhu gehören zu denen, die eine Freak-Akademie (kurz frak) ins Leben gerufen haben. Andi hat folgende Einladung zum ersten FRAK-Wochenende für uns geschrieben:

Hey, ihr Denker und Theoriefreunde!

Bei den Jesus Freaks wird jetzt dann weitergedacht: In der frak, der Freak-Akademie. Dort sammeln sich alle die, die kulturwissenschaftlich, philosophisch und theologisch viel mehr machen wollen als das bisher passiert. Jeder, also nicht nur Freaks, jeder ist eingeladen, der gerne bessere und klügere Bücher liest als auf dem evangelikalen Markt zu bekommen sind und der ein Bisschen mehr über Welt nachdenkt als das in der christlichen Welt so passiert.

Das erste frak-Wochenende findet vom fünften bis zum siebten März in ‚Haus 27′ statt, das die Jesus Freaks in Borgentreich bei Kassel in der alten Kaserne gemietet haben, die der koptischen Kirche in Deutschland gehört. Kosten wird das wahrscheinlich 35 Euro, und worauf es ankommt, ist, dass du dich anmeldest, kommst und vor allem mitmachst! Das ganz grobe Thema wird “Anfänge” sein: Weil in das Thema so viel reinpasst und weil jeder schon mal was spannendes dazu gelesen hat oder sehr gute Gedanken dazu hatte. (Wem etwas anderes auf den Fingern brennt, kann gerne was anderes machen, oder nur so kommen.)

Wenn du kommen willst und auch noch was weißt – das muss auch kein Referat oder ein Vortrag sein -, dann meld‘ dich über das Anmeldeformular des Educamps an. Kosten wird das Wochenende etwa 35 Euro, bring einen Schlafsack und Essgeschirr mit!

Bisher stehen schon drei oder vier Referate, eine Filmvorführung mit Diskussion und ein paar vorbereitete Themen für Diskussionen. Wir brauchen aber auf jeden Fall mehr. Wenn du was machen auf der frak machen willst, dann schick‘ das doch schnell an ‚andi-at-thieves.org‘, so dass wir einen groben Zeitplan aufstellen können und eventuell sogar schon fertige Paper oder zu lesende Texte rumschicken können.

Wie es aussieht, wird das ganz schön toll. Komm’, und bring deine denkenden und lesenden Freunde mit!

Emergent Südwest: Ein Erfahrungsbericht von Martin Gommel

Ich war vorletzten Samstag zum ersten Mal auf einem Treffen der emergenten Bewegung, und zwar beim Ortstermin SüdWest im Haus Bethanien in Durlach. Über Daniel Ehniss hatte ich davon gehört, mich angemeldet und konnte nun endlich mal dabei sein. Voller Spannung hatte ich die Wochen zuvor darauf gewartet und war schon etwas aufgeregt, was mich denn da erwarten würde.

Nach einem, mir sympathischen, liturgischen Frühgebet in der kleinen Kapelle, das Mark Reichmann vorbereitet hatte, begann die Vorstellungsrunde, in der – wie das Wort ja schon sagt – sich jeder kurz vorstellte und berichtete, warum er hier sei.

Anschließend läutete Daniel ein Brainstorming zur Zukunft der Initiative Emergent SüdWest ein und wir tauschten Gedanken, Ideen und Wünsche aus. An Ideen und Eigeninitiative fehlte es nicht und wir hatten in kurzer Zeit einige Flipchart-Blätter gefüllt. Diese Ideen führten zu konkreten Planung der Vernetzung und der Planung weiteren Treffen.

Gegen viertel nach eins gab es Mittagessen. Chili Non Carne, vegetarisch natürlich, da der ganzheitliche Ansatz auf diesen Treffen groß geschrieben wird. Dazu Kaffee und „Now“ ein leckeres Bio-Getränk, das wesentlich besser schmeckte, als ich zunächst vermutete.

Während dem Mittagessen lernte ich einige Leute kennen, die nicht nur nett waren, sondern von denen einige auch so „tickten“ wie ich. Obwohl wir uns teilweise noch nie gesehen hatten, funkte es gleich – also im positiven Sinne. Mir wäre es zu diesem Zeitpunkt gerade recht gewesen, das Mittagessen zum Tagespunkt Nummer 1 zu erklären und den Rest einfach wegzulassen. Es geht ja nichts über gute Gespräche.

Nach dem Mittagessen sahen wir uns eine erfrischende Videomeditation von Mark Reichmann an, die uns zu Gespräch und Austausch mit Gott einlud. Wir sahen viele bewegte und bewegende Bilder, was mir persönlich sehr zugesagt hat.

Darauf folgten drei Impulsreferate, die sich auf ihre Weise der Frage nach „Synergie von Theorie und Praxis“ näherten.

Arne Bachmann machte den Anfang und sprach über die „zweite Naivität“, danach folgte Tobias Weimer, der ausführlich über das Leben Ernst Langes berichtete und zum Schluß lud uns Daniel Ehniss ein, „gemeinsam den Tod des autonomen selbst zu feiern“.

Den Inhalt dieser Referate hier aufzuführen würde zu viel Platz einnehmen, ich kann aber betonen, dass alle drei mich bis heute anregen und ich es genossen habe den Gedanken der drei zu folgen.

Nach den einzelnen Referaten gab es jeweils eine Zeit, in der wir als Gruppe laut über das Gesagte nachdachten, Fragen stellten und die Facetten des Vorgetragenen weiter explorierten. Da ich ein Mensch bin, der das gerne tut, fiel mir das ebenfalls positiv auf. Stundenlang hätte ich noch diskutieren und „denkend handeln“ können.

Abschließend sprachen wir zusammen mit Hannes Müller die „Liturgie der Aussenseiter“ von Madeleine Delbrel im Wechselgebet. Zuvor umriss Hannes in kurzen Zügen Leben und Werte von Delbrel, und so konnten wir noch besser nachvollziehen, was wir lasen und beteten. Ein Zusammenhang, der mir im Nachhinein besonders wichtig erscheint.

Kurz nach 18 Uhr verabschiedet wir uns voneonander und begannen aufzuräumen. Auf dem Heimweg wurde ich darüber etwas wehmütig, dass das Treffen schon vorbei war, so wie früher nach den Wochenendfreizeiten des roten Kreuzes. Als ich daheim ankam, hatte ich schon 4 neue Facebookanfragen, Emails und Twitter-Replies. Wir sehen: Die Verbindung bleibt.

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Wir planen im SüdWesten sowohl einen Stammtisch als auch halbjährliche Ortstermine. Wenn du dich gerne mehr mit der Initiative SüdWest verbinden möchtest, kannst du dich gerne bei daniel.ehniss@emergent-deutschland.de melden.

hören #53: Der Traum von einer anderen Welt – Ganzheitliche Nachfolge im Alltag (Shane Claiborne und Chris Haw)

Am Nachmittag des Studientages (den Podcast zum Vormittag findest du hier) ging es weiter mit einem biblischen Überblick von Chris von der Abrahamsberufung über die Könige und Propheten Israels bis zu Jesus und die Bedeutung der Nachfolge für heute. Das Kreuz ist die Verpflichtung der Christen für Gewaltlosigkeit und den Einsatz von Gerechtigkeit. Shane beendete den Vortrag mit einigen Praxisbeispielen und der Frage: Was heißt es Kirche zu sein? Was heißt es Kirche zu leben? Es nützt nichts, so Shane, sich über unsere Kirche zu beschweren, es geht darum, die Kirche zu leben die wir uns erträumen. Von der älteren Generation lernen und mit neuem Idealismus zu beleben. Am Ende stand der Dialog, in dem sich Shane und Chris oft wiederfinden. Sie sagen: „Gott, mach doch mal was!“ Und Gott sagt: „Ich hab doch was gemacht: Dich!“

Es war ein inspirierender und sperriger Studientag, der uns herausfordert zu überlegen, wie wir in Deutschland, in unseren Gemeinden und unserem Alltag unser Christsein so leben, dass wir einen Unterschied machen. Es gibt viel zu tun…

hören #52: Der Traum von einer anderen Welt – Eine biblische Reflexion (Shane Claiborne und Chris Haw)

Anfang November 2009 fand in Pohlheim in der Nähe von Gießen ein theologischer Studientag mit Shane Claiborne und Chris Haw und vielen Anderen statt. Über 600 Leute kamen um sich von den beiden motivieren zu lassen, Christsein gesellschaftsrelevant zu leben. Tobias Faix schrieb dazu:

In der ersten Session erzählten Chris und Shane aus ihrer Biographie und wie sie zu ihren „Communities“ kamen und anfingen, sich gegen die gesellschaftlichen Gewohnheiten in Amerika zu wehren. So sandte Mutter Theresa Shane aus, um „sein Kalkutta“ zu finden. Und das ist der Grund, weshalb sie hier waren. Sie wollten uns in Deutschland nicht sagen, wie wir zu glauben haben, sondern uns erzählen, wie sie ihr Kalkutta gefunden und gelebt haben. „Unser Kalkutta“ müssen wir selber finden. So kam Shane zu dem Schluss: „Unser Traum des Evangeliums ist es, die Straße der Ungerechtigkeit mit der Gnade Gottes neu zu pflastern.“
Chris Haw fragte, wer soll sich um die sozial Schwachen kümmern soll? Wer soll sich um die Not in der eigenen Nachbarschaft kümmern? Ich kann leider nicht, ich habe so viel Besseres zu tun. Chris und seine Frau Cathy erfuhren die Berufung Gottes und deshalb zogen sie mit ein paar Anderen in den sozial schwierigsten Stadtteil Philadelphias, um mit den Menschen dort zu leben.

Schon fairbremt.de? – Neues Webportal in Bremen

Auf dem letzten Emergent-Forum 2009 in Erlangen wurde die Initiative von fairlangen.org vorgestellt. Inspiriert von dieser super Idee, eine regional ausgerichteten Internetpräsenz für einen faireren und nachhaltigeren Lebensstil aufzubauen, startet etwas Ähnliches nun auch für den Großraum Bremen. Das Motto lautet: „Besser fairbremt sein, als sich von anderen verbrämen lassen“. In den ersten Schritten geht es darum, einen Überblick über die Geschäfte zu bekommen, in denen man fair gehandelte Produkte einkaufen kann und durch Benutzerfeedback weitere Ideen zu sammeln.
Mehr Infos hier: fairer-leben-in-bremen.de oder kurz: fairbremt.de