Archive for the 'emergent deuschland' Category

EmergentCamp Nord: 24.04.2010

Die Initiative Nord lädt am 24. April 2010 von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr nach Wietzendorf zu ihrem EmergentCamp. Hier folgt die Einladung die Walter für uns geschrieben hat:

Alles hat keine Zeit

Umgang mit Zeit in einer beschleunigten Welt

Zeit ist inzwischen mindestens in den Ländern des Westens das knappste Gut von allen. Aber was ist Zeit – und warum ist sie so kostbar geworden? Wir wollen miteinander auf vielen Ebenen über das Phänomen der beschleunigten Zeit sprechen und einen guten Umgang damit – gerade auch in christlichen Gemeinschaften – beraten. Die Gedanken des Predigers Salomo und das Sabbatgebot werden dabei sicherlich hilfreich sein.

Wir laden euch ein, an diesem Tag dabei zu sein und vielleicht auch einen eigenen Beitrag zum Thema mitzubringen.

In bewährter Weise wird das Camp von dem leben, was die Teilnehmer mit- und einbringen an Gedanken und Impulsen. Deshalb ist jede/r eingeladen, einen Beitrag mitzubringen (Richtwert für die Länge: 10 Minuten). Bitte vorher anmelden, damit wir das Ganze in eine sinnvolle Reihenfolge bringen und den Zeitbedarf abschätzen können.

Wir können diesmal freundlicherweise in der Kirchengemeinde Wietzendorf zu Gast sein.

Das Datum:
24. April 2010
10:00 – 17:00 Uhr

Der Ort:
Haus der Kirche
Hauptstraße 22
29649 Wietzendorf
(gegenüber Bäckerei Kohlmeyer, Parkplätze am Haus; auch hier auf Google Maps zu finden).

Zum Mittagessen werden wir uns in einer Pizzeria o.ä. in der Nähe verpflegen.

Wir bitten um eine Anmeldung an wafaerber (at ) gmail.com, damit wir das Camp besser vorbereiten können.

Wir hoffen, viele von euch am 24. April (wieder) zu sehen; interessierte Gäste können natürlich mitgebracht werden.

Emergent Südwest: Ein Erfahrungsbericht von Martin Gommel

Ich war vorletzten Samstag zum ersten Mal auf einem Treffen der emergenten Bewegung, und zwar beim Ortstermin SüdWest im Haus Bethanien in Durlach. Über Daniel Ehniss hatte ich davon gehört, mich angemeldet und konnte nun endlich mal dabei sein. Voller Spannung hatte ich die Wochen zuvor darauf gewartet und war schon etwas aufgeregt, was mich denn da erwarten würde.

Nach einem, mir sympathischen, liturgischen Frühgebet in der kleinen Kapelle, das Mark Reichmann vorbereitet hatte, begann die Vorstellungsrunde, in der – wie das Wort ja schon sagt – sich jeder kurz vorstellte und berichtete, warum er hier sei.

Anschließend läutete Daniel ein Brainstorming zur Zukunft der Initiative Emergent SüdWest ein und wir tauschten Gedanken, Ideen und Wünsche aus. An Ideen und Eigeninitiative fehlte es nicht und wir hatten in kurzer Zeit einige Flipchart-Blätter gefüllt. Diese Ideen führten zu konkreten Planung der Vernetzung und der Planung weiteren Treffen.

Gegen viertel nach eins gab es Mittagessen. Chili Non Carne, vegetarisch natürlich, da der ganzheitliche Ansatz auf diesen Treffen groß geschrieben wird. Dazu Kaffee und “Now” ein leckeres Bio-Getränk, das wesentlich besser schmeckte, als ich zunächst vermutete.

Während dem Mittagessen lernte ich einige Leute kennen, die nicht nur nett waren, sondern von denen einige auch so “tickten” wie ich. Obwohl wir uns teilweise noch nie gesehen hatten, funkte es gleich – also im positiven Sinne. Mir wäre es zu diesem Zeitpunkt gerade recht gewesen, das Mittagessen zum Tagespunkt Nummer 1 zu erklären und den Rest einfach wegzulassen. Es geht ja nichts über gute Gespräche.

Nach dem Mittagessen sahen wir uns eine erfrischende Videomeditation von Mark Reichmann an, die uns zu Gespräch und Austausch mit Gott einlud. Wir sahen viele bewegte und bewegende Bilder, was mir persönlich sehr zugesagt hat.

Darauf folgten drei Impulsreferate, die sich auf ihre Weise der Frage nach “Synergie von Theorie und Praxis” näherten.

Arne Bachmann machte den Anfang und sprach über die “zweite Naivität”, danach folgte Tobias Weimer, der ausführlich über das Leben Ernst Langes berichtete und zum Schluß lud uns Daniel Ehniss ein, “gemeinsam den Tod des autonomen selbst zu feiern”.

Den Inhalt dieser Referate hier aufzuführen würde zu viel Platz einnehmen, ich kann aber betonen, dass alle drei mich bis heute anregen und ich es genossen habe den Gedanken der drei zu folgen.

Nach den einzelnen Referaten gab es jeweils eine Zeit, in der wir als Gruppe laut über das Gesagte nachdachten, Fragen stellten und die Facetten des Vorgetragenen weiter explorierten. Da ich ein Mensch bin, der das gerne tut, fiel mir das ebenfalls positiv auf. Stundenlang hätte ich noch diskutieren und “denkend handeln” können.

Abschließend sprachen wir zusammen mit Hannes Müller die “Liturgie der Aussenseiter” von Madeleine Delbrel im Wechselgebet. Zuvor umriss Hannes in kurzen Zügen Leben und Werte von Delbrel, und so konnten wir noch besser nachvollziehen, was wir lasen und beteten. Ein Zusammenhang, der mir im Nachhinein besonders wichtig erscheint.

Kurz nach 18 Uhr verabschiedet wir uns voneonander und begannen aufzuräumen. Auf dem Heimweg wurde ich darüber etwas wehmütig, dass das Treffen schon vorbei war, so wie früher nach den Wochenendfreizeiten des roten Kreuzes. Als ich daheim ankam, hatte ich schon 4 neue Facebookanfragen, Emails und Twitter-Replies. Wir sehen: Die Verbindung bleibt.

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Wir planen im SüdWesten sowohl einen Stammtisch als auch halbjährliche Ortstermine. Wenn du dich gerne mehr mit der Initiative SüdWest verbinden möchtest, kannst du dich gerne bei daniel.ehniss@emergent-deutschland.de melden.

hören #53: Der Traum von einer anderen Welt – Ganzheitliche Nachfolge im Alltag (Shane Claiborne und Chris Haw)

Podcast-LogoAm Nachmittag des Studientages (den Podcast zum Vormittag findest du hier) ging es weiter mit einem biblischen Überblick von Chris von der Abrahamsberufung über die Könige und Propheten Israels bis zu Jesus und die Bedeutung der Nachfolge für heute. Das Kreuz ist die Verpflichtung der Christen für Gewaltlosigkeit und den Einsatz von Gerechtigkeit. Shane beendete den Vortrag mit einigen Praxisbeispielen und der Frage: Was heißt es Kirche zu sein? Was heißt es Kirche zu leben? Es nützt nichts, so Shane, sich über unsere Kirche zu beschweren, es geht darum, die Kirche zu leben die wir uns erträumen. Von der älteren Generation lernen und mit neuem Idealismus zu beleben. Am Ende stand der Dialog, in dem sich Shane und Chris oft wiederfinden. Sie sagen: “Gott, mach doch mal was!” Und Gott sagt: “Ich hab doch was gemacht: Dich!”

Es war ein inspirierender und sperriger Studientag, der uns herausfordert zu überlegen, wie wir in Deutschland, in unseren Gemeinden und unserem Alltag unser Christsein so leben, dass wir einen Unterschied machen. Es gibt viel zu tun…

 
 Der Traum von einer anderen Welt - Eine biblische ReflexionDer Traum von einer anderen Welt - Ganzheitliche Nachfolge im Alltag [64:58m]: Play Now | Play in Popup | Download

hören #52: Der Traum von einer anderen Welt – Eine biblische Reflexion (Shane Claiborne und Chris Haw)

Podcast-Logo

Anfang November 2009 fand in Pohlheim in der Nähe von Gießen ein theologischer Studientag mit Shane Claiborne und Chris Haw und vielen Anderen statt. Über 600 Leute kamen um sich von den beiden motivieren zu lassen, Christsein gesellschaftsrelevant zu leben. Tobias Faix schrieb dazu:

In der ersten Session erzählten Chris und Shane aus ihrer Biographie und wie sie zu ihren “Communities” kamen und anfingen, sich gegen die gesellschaftlichen Gewohnheiten in Amerika zu wehren. So sandte Mutter Theresa Shane aus, um “sein Kalkutta” zu finden. Und das ist der Grund, weshalb sie hier waren. Sie wollten uns in Deutschland nicht sagen, wie wir zu glauben haben, sondern uns erzählen, wie sie ihr Kalkutta gefunden und gelebt haben. “Unser Kalkutta” müssen wir selber finden. So kam Shane zu dem Schluss: “Unser Traum des Evangeliums ist es, die Straße der Ungerechtigkeit mit der Gnade Gottes neu zu pflastern.”
Chris Haw fragte, wer soll sich um die sozial Schwachen kümmern soll? Wer soll sich um die Not in der eigenen Nachbarschaft kümmern? Ich kann leider nicht, ich habe so viel Besseres zu tun. Chris und seine Frau Cathy erfuhren die Berufung Gottes und deshalb zogen sie mit ein paar Anderen in den sozial schwierigsten Stadtteil Philadelphias, um mit den Menschen dort zu leben.

 
 Der Traum von einer anderen Welt - Eine biblische Reflexion [65:56m]: Play Now | Play in Popup | Download

hören #51: Vorstellungen von “Raum” und “Zeit” und das Wesen des Reiches Gottes (Jens Stangenberg)

Podcast-LogoEin zentraler Teil des Emergent Forums in Erlangen waren die Workshops am Samstag. Leider ist es schwierig, Workshops so aufzubereiten, dass sie hinterher noch gewinnbringend nachvollzogen werden können. Jens hat sich allerdings die Arbeit gemacht, aus seinem Workshop einen Podcast zu machen. Vielen Dank!

 
 Vorstellungen von "Raum" und "Zeit" und das Wesen des Reiches Gottes [57:58m]: Play Now | Play in Popup | Download