Die Perspektive wechseln (Jesaja 45, 1-8)

In #72 zu hören: Tobias Ennulat

Wir haben mal wieder drei (kleine) Podcasts für euch! Sie stammen vom EmergentCamp Nord, welches am 5. November in Hannover über die Bühne ging. Thematisch dreht sich der Tag um „die Anderen“: Säkularen Menschen ohne ausdrücklich christliches Bekenntnis, Menschen mit anderer religiöser Bindung, Menschen „mit Migrationshintergrund“ und Menschen, die aus einem sehr anderen Milieu stammen. In größeren Städten kann man den ganzen globalen Flickenteppich aus Kulturen, Religionen und Milieus vor der Haustür finden. Es gibt gute und weniger gute Begegnungen. Wie gestalten wir diese Beziehungen und wie ordnen wir sie theologisch ein?

Den Anfang machte Tobias Ennulat mit seinem Thema „Die Perspektive wechseln (Jesaja 45, 1-8)“. Er schreibt dazu:

Gute Manager wechseln die Perspektive, indem sie einige Zeit den Job eines Angestellten ihres Unternehmens ausüben, bzw. sich detailliert in die Lage eines Kunden hineinversetzen. In Pflegeheimen soll es das geben, dass man Plegekräften Vaseline auf die Brille schmiert und ihnen Baumwolle in die Ohren stopft, damit sie so selbst erleben, wie der Alltag von Älteren aussieht. Städteplaner lassen Mitarbeitende im Rollstuhl durch Stadtteile fahren um zu sehen, wie barrierefrei die Quartiere sind. Ein wahrer experimenteller Perspektivwechsel.

Auch Gott nimmt einen Perspektivwechsel vor, indem er den persischen König Kyros (601-530 v. Chr.) als seinen „Gesalbten“ (Messias) und „Hirten“ für sein Volk bezeichnet. Für die ersten Hörer war das wie ein Schock, denn der Titel „Gesalbter“ war reserviert für David und den kommenden Messias…

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