Lectio Divina

In #16 zu hören: Yotin Tiewtrakul

Yotin hat für seinen eigenen Podcast eine Einführung in die Lectio Divina produziert und uns freundlicherweise auch für unseren Podcast zur Verfügung gestellt. Danke! Lassen wir ihn selbst zu Wort kommen:

Was ist deine Intention, wenn du in der Schrift liest? Was erwartest du davon? Für verschiedene Intentionen bieten sich bestimmte Methoden und Weisen an. In der kontemplativen Tradition ist die Intention, zur reinen Gegenwart Gottes zu gelangen, zur begriff- und bildlosen Schau. Deshalb entwickelte sich in den Klöstern die Form der sogenannten Lectio divina mit ihrem Viererschritt.

In meiner Einführung in die Lectio divina hebe ich besonders die zweite Phase der Meditatio bzw. Ruminatio hervor. Es geht dabei nicht, wie es häufig in anderen Erklärungen der Lectio divina heisst, darum, über den Text mit dem diskursiven Vermögen nachzudenken, sondern ihn laut werden zu lassen. Das „Organ“, mit dem man den Text erfasst, ist nicht hauptsächlich unser Verstand, sondern unser Mund. Als Ausrüstung, um die Lectio divina zu praktizieren, reicht die Lieblingsbibel, in der man gerne liest, und vielleicht noch eine Packung Halsbonbons.

Yotin Tiewtrakul

2 Kommentare

  1. […] Meine Einführung in die Lectio divina findet man auch an diesem Ort: emergent-deutschland.de > hören #16 Ergänzen möchte ich dazu noch, dass jemand mich darauf hinwies, dass das im podcast genannte Buch […]

  2. Sehr hilfreich & interessant. Merci!

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