Evangelium und wir

In #2 zu hören: Jason Clark

Schön, dass es einigen nicht entgangen ist, dass unser erster Podcast etwas abrupt geendet hat, denn wer das gemerkt hat, muss das Teil auch zu Ende gehört haben. Danke für euer Interesse! Das überraschende Ende lag weder an mangelhafter Technik noch an böser Absicht, sondern schlicht daran, dass die Aufnahme eben so ist, wie sie ist. Haben uns jetzt entschlossen, die Fortsetzung für euch früher als geplant zu veröffentlichen. Hier also der zweite Teil, sehr hörenswert.

Und zur Erinnerung nochmal die Links für den Podcast-Feed und für iTunes.

4 Kommentare

  1. Hallo,
    folgendes verstehe ich nicht ganz: Jason Clark bezieht sich auf eine andere Darstellungsweise der „guten Botschaft“ von Irenäus – Warum mußte Jesus in dieser „Variante“ überhaupt sterben? Sein Tod wird gar nicht erwähnt, heißt das er spielt keine Rolle? Oder wofür war der dann gut?
    Christian

    PS: bis zum 29.11 in Hamburg!

  2. @ Christian: In aller Vorsicht, ohne dass ich mich absichern konnte: Irenäus greift auf Paulus zurück, für den Christus der zweite Adam ist. Damit ist der Tod Christi einerseits die Folge der Menschwerdung, andererseits ist er nötig, um den gefallenen Menschen zum neuen Menschen umzuwandeln – aber eben nicht im „rechtlichen“ Sinne einer Ausgleichsleistung, sondern in der Logik vom Saatkorn und neuer Pflanze. Durchaus ein biblisches Motiv.

  3. Hallo Peter,
    ja durchaus ein biblisches Motiv. Aber das könnte ich mir auch anders vorstellen, z.B. wie Paulus das beschreibt: „Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, in einem Nu, in einem Augenblick,…“ Für die Version von Jason Clark brauche ich nicht unbedingt Tod und erst recht nicht vorzeitigen durch Hinrichtung.

    Werden die beiden Darstellungsweisen ergänzend genommen, finde ich das sehr gut und hilfreich. Aber irgendwie habe ich das Gefühl die „östliche“ soll die „westliche“ ersetzen. Oder?

    Ohne es bis ins letzte zu begreifen, glaube ich das es eine Ebene gibt, in der dieser Tod nötig war und von Gott gewollt war. Jesus und Gott haben sich diesen Weg vorher ausgewählt.

  4. Ja, klar, das sieht Irenäus ja auch so. Aber um es mit Aulens Typen der Erlösungslehre zu sagen, die griechisch-altkirchliche sieht das eher ontologisch als forensisch. Der Tod Christi ist nötig, um den „alten Menschen“ mit in den Tod zu nehmen und dem „neuen Menschen“ den Weg zu bereiten. Und das Abendmahl ist das „pharmakon athanasias“, das Heilmittel zum ewigen Leben.

    Jason war/ist sicher nicht der Meinung, die westliche müsse durch die östliche ersetzt werden. Nur die Engführungen der westlichen Richtung müssen überwunden werden, und da hilft es, von den Orthodoxen zu lernen, eben weil bei ihnen das Gute der Schöpfung einen viel höheren Wert hat und nicht alles so düster unter dem Vorzeichen von Sünde und Schuld erscheint wie im Westen.

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