Ein Beitrag zum emergenten Dialog von Emergent Deutschland. Interessante Gespraeche, Vortraege und aehnliches zu Theologie, Nachfolge und Kirche in unserer Zeit erwarten Dich hier. Fuer weitere Informationen und um auf anderen Wegen am emergenten Dialog teilzunehmen laden wir Dich ein http://www.emergent-deutschland.de zu besuchen.
Das ist der letzte Vortrag des zweiten EmergentCamps, jedenfalls der letzte existierende… Der Vortrag von Tobias Ennulat über altorientalischer Psalmenbilder ist leider verloren gegangen.
Zum Abschluss des EmergentCamps führte also erneut Walter Faerber den Rest der Gruppe in das Denken des ungarischen Exerzitienmeisters Franz Jalics ein. Ausgehend von der Erkenntnis, dass jede Zeit neu ihre Formen (er-)finden müsse, in der Jesus Christus erfahrbar wird, stellte er Jalics als einen auch für Laien und Gruppen gangbaren Weg dar, sich für eine Begegnung mit Gott zu öffnen. Grundgedanke bei ihm ist die Betonung des Wahrnehmens, das gegenüber dem Nachdenken und Handeln in der Neuzeit völlig unterbelichtet sei. Walter Faerber betonte, dass er sich gemeinsam mit seiner Gemeinschaft noch im Versuchsstadium befinde. Ziel sei die Entwicklung eines Weges, der vor Ort, außerhalb des geschützten Bereichs eines Einkehrhauses o.ä., gangbar sei.
Es folgt der nächste Vortrag des zweiten EmergentCamps. Yotin Tiewtrakul fragte nach der Mittagspause nach einer „Spiritualität der Exilanten versus einer monastischen Spiritualität“. Mit dem emergenten Dialog sei auch ein interesse für monastische Spiritualität entstanden. Was aber komme nach dieser Phase des Spielens und Nachspielens, so fragte er? Ausgehend von einem lyrischen Text von Madeleine Delbrêl benannte er vier Gegensatzpaare, die er den im Titel genannten Formen von Spiritualität zuordnete: Ungleichgewicht vs Rhythmus; Geschwindigkeit vs Verlangsamung; Risiko vs Sicherheit; Banalität vs Liturgie. Abschließend ermutigte er zu einer Spiritualität „ex tempore“, d.h. „aus dem Stegreif heraus“.
Weiter geht’s mit den Vorträgen des zweiten EmergentCamps. Im Anschluss an die Vorträge von Simon de Vries ging Walter Faerber auf die Gemeinde Jesu im Zeichen der Weltwirtschaftskrise ein. In einem Moment, in dem sich alle sogenannten Experten kräftig blamiert hätten, sei Raum für eine eigenständige biblische politische Ökonomie frei geworden. Der Ausgangspunkt einer solchen christlichen Ökonomie müsse der Segen sein. Sein Fluss dürfe durch Wirtschaftstätigkeit nicht ausgetrocknet oder vergiftet werden. Christliche Gemeinschaften sind heute herausgefordert, ihren Mitgliedern und anderen die Sicherheit zu geben, dass sie in der Krise nicht allein dastehen. Der entscheidende Dienst von Gemeinden als Orte alternativer Segensökonomie sei aber nicht die Einrichtung von Sozialeinrichtungen (obwohl auch das sinnvoll ist), sondern die gelebte Umsetzung von Prinzipien, die auch für die ganze Gesellschaft heilsam sein können.
Den ersten Teil des Vortrags von Simon de Vries haben wir bereits veröffentlicht, hier kommt der zweite. Simon beschäftigte sich zunächst mit den Auswirkungen der Medien auf unseren Glauben. Darunter fasste er solche Entwicklungen wie die Erfindung des Alphabets, des Buchdruck, des Radios bis hin zur gegenwärtigen technologischen Revolution. Die These, die dem zweiteiligen Vortrag zugrunde lag, war, dass Medien keine neutralen Informationsträger sind, sondern unsere Welt-, Menschen- und Gottesbilder immer schon unabhängig von ihrem Inhalt mitprägen.
Wie die Medienkultur unseren Glauben verändert 2) Telegraph, Radio, Bilder, Internet [12:38m]: Play Now | Play in Popup | Download
In den kommenden Tagen werden wir wie versprochen die Vorträge des zweiten EmergentCamps Nord veröffentlichen, das am 2. Mai in Bremen stattfand. Leider hat die Aufnahme nicht immer problemlos funktioniert, ein Vortrag fehlt ganz, bei anderen fehlt hier und da mal ein Halbsatz. Trotzdem lohnt sich das Hören ;o)
Los ging es mit einem Vortrag von Simon de Vries. Er beschäftigte sich zunächst mit den Auswirkungen der Medien auf unseren Glauben. Darunter fasste er solche Entwicklungen wie die Erfindung des Alphabets, des Buchdruck, des Radios bis hin zur gegenwärtigen technologischen Revolution. Die These, die dem zweiteiligen Vortrag zugrunde lag, war, dass Medien keine neutralen Informationsträger sind, sondern unsere Welt-, Menschen- und Gottesbilder immer schon unabhängig von ihrem Inhalt mitprägen.
Hier hörst du den ersten Teil des Vortrags.
Wie die Medienkultur unseren Glauben verändert 1) Buchdruck und Alphabet [17:57m]: Play Now | Play in Popup | Download
Treffen
Es geht ja doch! Missionaler Aufbruch in „ganz normalen“ Gemeinden mit Alan Roxburgh // 12.-14.03.2010
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