Yotin hat für seinen eigenen Podcast eine Einführung in die Lectio Divina produziert und uns freundlicherweise auch für unseren Podcast zur Verfügung gestellt. Danke! Lassen wir ihn selbst zu Wort kommen:
Was ist deine Intention, wenn du in der Schrift liest? Was erwartest du davon? Für verschiedene Intentionen bieten sich bestimmte Methoden und Weisen an. In der kontemplativen Tradition ist die Intention, zur reinen Gegenwart Gottes zu gelangen, zur begriff- und bildlosen Schau. Deshalb entwickelte sich in den Klöstern die Form der sogenannten Lectio divina mit ihrem Viererschritt.
In meiner Einführung in die Lectio divina hebe ich besonders die zweite Phase der Meditatio bzw. Ruminatio hervor. Es geht dabei nicht, wie es häufig in anderen Erklärungen der Lectio divina heisst, darum, über den Text mit dem diskursiven Vermögen nachzudenken, sondern ihn laut werden zu lassen. Das “Organ”, mit dem man den Text erfasst, ist nicht hauptsächlich unser Verstand, sondern unser Mund. Als Ausrüstung, um die Lectio divina zu praktizieren, reicht die Lieblingsbibel, in der man gerne liest, und vielleicht noch eine Packung Halsbonbons.
Yotin Tiewtrakul
Standard Podcast [16:56m]:
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In den letzten Tagen veröffentlichte Josh Packard die Zusammenfassung seiner Dissertation im Internet. Josh hat für seinen PhD in Soziologie die Organisationsstrukturen von Gemeinschaften untersucht die sich zur Emerging Church Bewegung in den USA zählen. Sein besonderer Fokus lag dabei auf der Frage, wie es Organisationen gelingt der Gefahr von Institutionalisierung zu widerstehen. Da Institutionalisierung meiner Ansicht nach eine große Herausforderung ist, möchte ich mit dieser wertvoll-Ausgabe lediglich auf die erwähnte Zusammenfassung hinweisen.
Die Zusammenfassung findet sich hier:
›Organisational Structure, Religious Belief and Resistance: The Emerging Church‹
Einen ausführlichen Artikel in deutscher Sprache findet sich bei Björn:
Josh Packard‘s Erkenntnisse
Ich wünsche mir eine Auseinandersetzung mit der Frage der Institutionalisierung im emergenten Dialog hier im deutschsprachigen Europa, und empfehle deswegen die Ausführungen von Josh. Mögen sie uns eine Anregung sein, emergente Gemeinschaften zu ermöglichen und Wege zu finden der Institutionalisierung zu wehren.
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